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Ist der gute Journalismus am Ende…

… oder doch nicht?

Sie erinnern sich an den Artikel «Paid-Content vs. Free-Content…». Da habe ich die einzelnen Modelle erklärt und einander gegenübergestellt. Seit gut 10 Jahren gibt es ein Magazin, das sich auch mit diesem Problem kürzlich auseinandergesetzt hat, wie ich vernommen habe. Dazu später aber mehr.

Man hat sich überlegt den Online Content gleichzeitig mit dem Offline Content (dem Magazin) erscheinen zu lassen und dafür kostenpflichtig zu machen. Gleichzeitig hat man verschiedene Modelle angekuckt und ist bis heute (wie ich vernommen habe) zu keinem Modell gekommen, dass den selben Inhalt online verkaufen lässt.

Was hat man gemacht?

Um weder das eine noch das andere zu tun und den Online-Leser dennoch auffangen zu können, hat man sich einer Tugend bemächtigt – der Geduld. Man lässt den Onliner also nicht im Regen stehen sondern gibt ihm mit einer gewissen Verzögerung die Möglichkeit den selben Inhalt des Magazins auch online beziehen zu können.

Das Modell scheint soweit zu funktionieren und man schützt den Journalismus einerseits und behält sich die Option offen in Zukunft den Inhalt dennoch käuflich zu erwerben auf der anderen Seite.

Das Resulat lässt sich meines Erachtens wirklich sehen. Brandeins.de hat es geschafft den guten Journalismus  – ich rede nicht vom Copy-Paste-Journalismus für die breite Masse, sondern die Qualität für Nischen- und Specialinterest Themen und Communities – zu wahren und aufzubauen. Seit 1999 erscheint das Magazin jeden Monat am Kiosk und kann mit 2-4 Wochen Verzögerung auch online bezogen werden. Die Artikel bieten viel Hintergrund und einen qualifizierten Wortschatz mit viel Witz und Engagement.

Meiner Meinung nach sollte sich Paid-Content auf Spezial- und Nischenthemen fokussieren und diesen kontinuierlich ausbauen. Damit schafft man Mehrwert, für welchen der Leser bereits ist zu zahlen. Damit sichert und schafft man Arbeitsplätze und bindet den Leser an sich. Das ist schlussendlich das was wirklich zählt – treue, zufriedene Kunden, die es kaum erwarten können mehr zu erfahren.

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