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Mastering the 3 M’s of Social Media

Keith Bilous, CEO von ICUC Moderation Services, Kanada, wird ein Referat zum Thema „Mastering the 3 M’s of Social Media“ halten. Konsumenten konsultieren das Web für Kundenservice, Empfehlungen, Kritiken und sprechen über Marken. Dies macht den Einsatz der 3 M’s „Moderation, Monitioring und Management“ zur Grundausstattung einer erfolgreichen Präsenz in sozialen Netzwerken.

Das Referat von Keith Bilous wird folgende Aspekte abdecken:

  • Innovative Strategie von Community Management, Moderation und Monitoring
  • Best Practices von Online-Kundenservice und Kundenbeziehungs-Management
  • Wie Marken ihr Risiko minimieren und Social Media Krisen vermeiden können
  • Aktuelle Case Studies

Es geht alles ums Zuhören und Lernen von der Social Community. Es wird zunehmend wichtiger was der Kunde sagt, denn er bekommt mehr Gewicht und Macht durch Social Media. ICUC ist eine virale Unternehmung. Ein Zuhöhrer aus der Runde arbeitet für ICUC und hat Keith noch nie gesehen. Die Perspektive wird sich ändern. Es ging bis heute nur darum Tausende von Fans und Millionen von Likes und Follower zu scheffeln. Das ist nicht sinnvoll. Der Social Stuff ist noch nicht wirklich erreicht. Es geht um Community Management.

Wie kann die Social Community effektiv betreut werden?

Zuerst sollte man seinen Zielen klar werden. Die Ziele verstehen ist ein zentrales Element, welches in die Social Media Strategie integriert werden. Vielmals wird das Thema auf die leichte Schulter genommen. Und das ist falsch. Es braucht professionelle Betreuung und eine klare Linie. Es wird Geld und Zeit sparen und die Konsistenz fördern. Auf der anderen Seite kann es zur Überflutung führen. Natürlich geht mit zunehmender Vernetzung auch eine Portion Kontrolle verloren. Doch wer in der Lage ist die Kunden ernst zu nehmen, wird daraus mehr herausholen können und die Kontrolle dennoch „behalten“. Vielleicht in einer anderen Form.

Wie kann Content effektiv betreut werden?

  • Die Reputation kann in allen Bereichen des Unternehmens verloren gehen. Was Kunden sagen muss ernst genommen werden, denn was passiert wenn man Feedback nicht ernst nimmt, haben einige grosse Unternehmen erfahren müssen. Das Beispiel von United Airlines ist ein herrliches Beispiel dafür, welchen Effekt ausgelöst wird, wenn man Kundenbeschwerden nicht ernst nimmt.
  • Der Inhalt ist wesentlich. Man muss verstehen was geschrieben wird und was damit gesagt werden wollte.
  • Die Bandbreite ist ein weiterer zentrales Punkt einer Social Media Strategie. Was tut man wenn von heute auf morgen 10’000 Kommentare auf der Facebook Seite entstehen? Oder auf Twitter jemand etwas schlechtes über sie verbreitet und 500 Menschen teilen dies mit ihren Follower. Hat jeder nur schon 2000 Follower ist das ein Gewicht welches man managen können muss.
  • Eine Krisenstrategie ist also unverzichtbar. Daher muss man der Community voraus sein – also proaktiv und nicht reaktiv sein. Wer reaktiv ist, hat die Kontrolle verloren und das dauert bis man diese wieder zurück hat.
  • Teile das Wissen. Es wird helfen im Unternehmen Social Media besser zu verstehen. Fakten teilen hilft dem Social Learning.
  • Sich verkriechen wie eine Schildkröte hilft nicht. Vorbereitet sein ist also alles und das wichtigste Element.

Was sind nun die 3 M’s um Social Media zu mastern?

  • Community Management,
  • Moderation
  • und Monitoring

Nur wenn alle drei Elemente konsequent geplant, betreut und optimiert werden, ist es möglich längerfristig in Social Media überleben zu können. Denn eines ist klar, wer mit Social Media anfängt, kann schlecht aufhören. Daher hilft vielleicht ein altbewährtes Konzept: Manchmal muss man langsam sein, um schnell zu sein. Eine klare Strategie, Krisenkommunikationsstrategien und -szenarien am Anfange definieren und durchspielen helfen Facebook, Twitter & Co besser zu verstehen, deren Nutzen optimal herauszufiltern und der Community einen echten Mehrwert zu bieten.

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10 Gründe warum es Blödsinn ist Facebook-Aktien zu kaufen

Heute ist Facebook in New York an die Börse gegangen und erzielte einen Wert von 104 Milliarden US Dollar Börsenwert. Eine horrende Summe und wohl der grösste Börsengang überhaupt. Über die vergangenen Wochen konnte man verschiedenste Beiträge zu diesem Thema lesen und man hörte nicht immer nur Gutes über den Börsengang.

Hier nun 10 Gründe warum es Blödsinn ist Facebook-Aktionen zu kaufen.

  1. Facebook wurde nahezu gezwungen an die Börse zu gehen. Die USA wollte nicht mehr länger zukucken und nicht genauen Einblick in die Bücher erhalten. Ein Systemdruck ist immer fast tödlich für ein Unternehmen.
  2. Durch den Staat und die Börsengeier wird von Facebook und Zukunft weniger Innovation erwartet sondern primär einen steigenden Börsenwert. Das ist für ein junges Unternehmen wie Facebook tragisch. Man verliert dadurch natürlich die Kontrolle.
  3. Der Börsengang scheint mir auch ein Druckmittel gegen Mark Zuckerberg direkt zu sein. Dass er sich nie in eine Maske hat pressen wollen ist allgemein bekannt. Wird er dem Börsendruck standhalten können und das Unternehmen trotzdem weiterentwickeln können? Ich glaube nein. Denn er ist zu sehr der Entwickler und Tüftler, als dass er Geschäftsmann ist. Er sagte ja selber, dass er noch nicht mal wisse wohin Facebook mal genau gehen könnte. Die Möglichkeiten von Facebook sind vielfältig. Es wäre daher wohl ein schlauer Move, jemanden als CEO einzusetzen, der den Börsenspielchen gewachsen ist und auch Bock drauf hat. Google hatte es vorgemacht und es hat prima funktioniert.
  4. Facebook wurde künstlich aufgeblasen. Ich bin nicht der Meinung, dass Facebook 104 Milliarden Dollar Wert ist. Investoren die Facebook heute auf 104 Milliarden schätzen, erwarten in den nächsten Quartalen neue Funktionen, die den Umsatz und vorallem den Gewinn maximieren. Mit dem Messer am Hals lässt sich bekannterweise schwer arbeiten.
  5. Der Quartalsumsatz ist erstmals rückläuftig.
  6. Das Umsatzwachstum pro Quartal ist sogar schon seit 4 Quartalen rückläufig.
  7. Facebook hat keinen Businessplan. Mark Zuckerberg hat einfach mal vor sich hinprogrammiert und in seiner Kammer in Harvard Facebook geschaffen. Ist dieses Konstrukt gemacht für die Zukunft? Kann es ohne Businessplan auskommen?
  8. Zuckerberg wollte lange keine Werbung auf Facebook haben. Werbung ist nicht cool. Werbung stört. Er hat sich lange geweigert diese einzubinden.
  9. Zuckerberg interessiert sich primär um das Produkt Facebook. Es geht ihm nicht um Shareholders oder das Geschäft, welches daraus entsteht. Diese Attitüde wird er wohl oder übel ablegen müssen. Jetzt geht es primär ums Gelddrucken.
  10. Zuckerberg hasst es die Kontrolle abzugeben. Mit dem Börsengang hat der das „ungewollt??“ getan. Jetzt bestimmen andere, ob er Herr seiner Firma bleibt oder nicht. Solange er genügend Aktien selber behält, ist das kein Problem.

Quartalsumsatz Facebook

Man kann von Facebook halten was man will. Ebenso vom Börsengang. Jedoch sollte man sich vor dem Aktienkauf gut überlegen, ob Facebook wirklich soviel wert ist, wie es aktuell auf dem Börsenplatz geschrieben steht. Um die Entscheidung etwas zu vereinfachen möchte ich hier doch gleich noch auf einen Börsenguru verweisen. Warren Buffet investiert nicht in Facebook. Grund? Er versteht das Businessmodell nicht und lässt daher strickt die Finger davon. Ausserdem sollte man sich beim Aktienkauf folgendes noch überlegen. Wozu kauft man Aktien?

  • Kurzfristiger Profit (dann ist Facebook möglicherweise das richtige)
  • Langfristiges Engagement für eine wirkliche Wertsteigerung

Überlegt es euch gut, ob ihr Aktien von Facebook kauft. Es könnte eine Blase sein. Vieles spricht dafür. Ich bin kein Börsenexperte, aber wenn ein solcher Hype um eine Firma gemacht wird, ist dieser meist von kurzer Dauer. Daher kann ich die 10 grössten Börsenenttäuschungen wärmstens empfehlen.

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Social Media Alltagsprobleme

Laufend schiessen neue Social Media Tools wie Pilze aus dem Boden. Kürzlich hat sich bei meinem Arbeitgeber eine lustige Situation ergeben. Es ist nämlich Vorsicht geboten bei der Anordnung, der Icons. Alle in der selben Farbe sah es dann so aus:

Social Media Reihenfolge
Alte Social Media Reihenfolge bei getAbstract

Ich will das Wort jetzt hier nicht ausposaunen, aber dennoch ist die Zusammensetzung und Reihenfolge absolut willkürlich zu Stande gekommen. Und es ist lange niemandem aufgefallen bis ein Kunde, die Social Media Icon-Problematik angesprochen hat.

Heute sieht es jetzt so aus:

neue Social Media Icons Reihenfolge getAbstract
neue Social Media Icons Reihenfolge getAbstract

Ja ja, die Tücken des Social Media Alltages sind manchmal grösser als man denkt.

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Social Media Manager, ein Job der Gegenwart und mit Zukunft

10% Gutschein für SomexCloudSocial Media wird wohl dieses, das nächste und die übernächsten 5 Jahre das Trendwort in der digitalen Welt sein. Da ist es sicher nicht verkehrt, wenn man sich in diesem Bereich als Marketing Mensch, Quereinsteiger, Neuling auf dem Arbeitsmarkt oder einfach als neugierige Persönlichkeit diesem Thema etwas nähert.

Auf dem Web wird viel geschrieben und gepostet, geliked und geshared. Doch was ist nun eine coole und effektive Kampagne? Wer hat den goldenen Schlüssel für Social Media Erfolg? Meiner Meinung nach, wohl noch keiner. Dafür ist das Medium einfach zu jung und noch zu wenig ausgereift. Aber es gibt Hoffnung auf dem Social Media Fleck.

Die ZHAW führt gemeinsam mit der somexcloud.com einen neuen Lehrgang für Social Media Manager ein. Experten dieses jungen Marketingtools vermitteln dir die Fähigkeit, dich im Social Web gekonnt zu bewegen. Es richtet sich an Personen, die schon immer wissen wollten, was es mit Social Media auf sich hat, Verantwortliche für Social Media und Online Geeks, die sich nicht zu schade sind, die Schulbank zu drücken und etwas neues strukturiert lernen zu können.

Für alle Kurzentschlossenen und Schnäppchenjäger gibt es jetzt einen Gutschein über 10% auf www.somexcloud.com – Couponcode: 20120509/10 – gültig bis 31.8.2012

Geniesst das Lernen, denn im Leben lernt man nie aus!10% Gutschein für SomexCloud

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Menschsein 2.0

Wie will man etwas verurteilen, wenn man nicht weiss wovon man spricht? Diese Frage stellte Abt Martin Werlen vom Benediktiner Kloster Einsiedeln anlässlich des Symposiums der Ernst Schmidheiny Stiftung in Interlaken. Erstmal hat mich beeindruckt, dass die Kirche mit Abt Martin einen Social Media Vertreter hat. Kirche und Technologie passt irgendwie nicht so zusammen – Stichwort der Illuminati. Aber dennoch scheint Abt Martin einen Weg gefunden zu haben – durch ein Selbstexperiment – sich in Social Media zu bewegen.

Nun wie bewegt er sich beispielsweise auf Twitter? Eine kleine Anekdote. Er wollte mit dem Zug von Einsiedeln nach Frankfurt, hatte aber bloss ein Ticket bis Zürich gelöst und stellte sich die Frage, wie er denn nun an ein Ticket von Zürich nach Frankfurt kommen könne. Er tippte in Twitter und suchte nach einem Helfer, der ihm ein Ticket lösen würde und es gegen Barzahlung am entsprechenden Gleis abgeben würde. Das war dank Social Media auch der Fall und Abt Martin kam an sein Ticket. Mir stellt sich hier die Frage, ob Abt Martin denn noch nichts von der SBB-App gehört hat. Doch dies hat er nämlich schon berücksichtigt, denn mit der SBB-App lassen sich leider keine Ticktes ins Ausland lösen.

Abt Martin hat uns klar vermittelt, dass Social Media eben keine virtuelle Welt ist, die nur aus Maschinen besteht. Klar Maschinen braucht es, sie sind ein Instrument zum Zweck. ABER, dahinter steckt eben immer noch ein Mensch der mit einem anderen Menschen kommuniziert. Das ist das Zentrale bei Social Media. Vergessen wir doch heute zu sehr, dass Social Media keine Technologie, sondern ein Verhalten, eine Einstellung ist. Twitter und Facebook sind Social Media Tools und nicht bloss Social Media. Das ist der entscheidende Punkt.

Was oft in Social Media Kreisen diskutiert wird ist die Kommerzialisierung. Begriffe wie Social Commerce entstehen gerade und entwickeln sich bereits in vielen Ländern prächtig. Doch auch hier steht für die meisten Marketingmenschen das Tool zu zentral da. Die Innovation und Technologie rückt stehts in den Mittelpunkt, statt die Menschen um welche es eigentlich geht. War es doch schon vor vielen Jahren so, dass und Produkte mehr ansprechen, die uns emotional bewegen und uns ein Bedürfnis befriedigen. Der clevere Marketer erkennt dies und versucht somit die Bedürfnisbefriedigung zu „verkaufen“ und macht dieses im besten Fall so individuell wie möglich. Der Kunde wird sich dies merken und – Wiederkommen.

Man muss auch verstehen, dass Social Media wie ein Marktplatz funktioniert. Es herrscht kein Druck und dergleichen. Wenn jemand etwas posted ist man nicht gezwungen zu antworten, wie dies beim Email der Fall ist. Wichtig ist, dass man mit Humor und Schlagfertigkeit in Social Media viel erreichen kann. Dies clever zu verpacken ist aber eine grosse Kunst. Ich bin gespannt wie sich meine Social Media Zukunft und wie sich meine Kommunikation vom Fact-Selling zum Emotional-Selling entwickeln.

Es gibt zahlreiche Menschen, die über Social Media sprechen, selbst aber keinen Twitter, Facebook oder sonstigen Social Media Account besitzen. Es gibt positive wie negative Stimmen zu Social Media und einige davon sind auch vertretbar. Doch kann es meiner Meinung nach nicht richtig sein, etwas zu verurteilen – im negativen Sinn – ohne davon auch nur wenigstens einmal Gebrauch gemacht zu haben.

Was sind eure Erfahrungen mit Social Media? Ist für dich Social Media wahre Kommunikation mit einem Menschen, oder bloss eine Laune der Gegenwart?

Zu guter Letzt ein Joke by Abt Martin: Die SRG und die Kirche haben etwas gemeinsam und etwas unterscheidet sie. Beide haben kein Junges Publikum. Aber die Kirche hat das erkannt und die SRG nicht. 🙂

In diesem Sinn viel Spass und Freude mit Social Media.

Quellen: Keynote von Abt Marting Werlen

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Warum ist die heutige Jugend politisch uninteressiert?

Dr. Katja Gentinetta erläuteret am Symposium der Ernst Schmidheiny Stiftung die These: „Kommunizieren ist noch nicht politisieren“.

Eine interessante These, die darauf eingeht wann die Jungen wählen und wo sie politisch aktiv sind. Auf Facebook und Twitter scheinen politische Themen zwar Gehör zu finden, jedoch heisst das noch lange nicht, dass dann auch Jugendliche wählen gehen.

Mehr noch als das „wann“ ist meiner Meinung nach das „Wieso“ relevant. Daher stellt sich mir die Frage ob nicht das Instrument das falsche ist. Haben wir doch heute penetrant zu wenig Zeit und investieren diese in für uns wirklich wichtigen Dinge. Ganz nach dem Motto: „Wir leben eben im Hier und Jetzt“ und nicht im Gestern und Morgen.

Um noch mal auf die Frage des richtigen Instrumentes zurückzukommen. Wäre es nicht möglich per Twitter und Facebook abzustimmen? Da stellt sich wieder die Frage nach Sicherheit. Ich würde so mich wohl sicher aktiver an Politik engagieren als mit der Urne am Sonntag Morgen oder per Post.

Mal schauen wie die Zukunft aussieht.