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Marketing Strategie

Generation „Kannst du bitte gratis?“

Discounter wie Aldi, Lidl, Denner und wie sie alle heissen sind all gegenwärtig. Dienste wie Google Maps, Google Earth, Google Suche, Google Picasa, Facebook, Twitter, Pinterest, und und und sind scheinbar gratis. Schon länger brennt die Diskussion bei Datenschützern über den ganzen Globus betreffend des Datenschutzes. Persönliche Daten dürfe man nicht sammeln ohne aktive Zustimmung des Benutzers, das sogenannte Opt-In wie man es bei Newslettern kennt. Oder man gibt im Nachhinein die förmliche Absage zur Verwendung der persönlichen Daten, also „Opt-Out“.

In brand eins vom Februar 2013 ist Interessantes rund um Marken und Glaubwürdigkeit zu lesen. Doch die eigentliche Aussage im Heft scheint sich durch zahlreiche Artikel zu wiederholen. Ein Schokoladenhersteller aus Deutschland umgeht die Lebensmittelbörse indem er direkt ab Produktion einkauft und die lokalen Bedingungen einerseits verstärkt, sich andererseits einen Wettbewerbsvorteil sichert indem er durch die gute und faire Beziehung ein Netzwerk aufbaut und so strategische Einkaufslogistik betreibt. Dann gibt es einen Bierbrauer, der erkannt hat, dass es keinen Sinn macht immer nur grösSER zu werden und das in Form von Menge. Er definiert sich bewusst nicht über den Preis und lebt ganz gut davon. Das Schöne an beiden Geschichten ist, dass der Kunde bereit ist dafür zu zahlen.

Es geht also um den Preis. Doch um welchen Preis. Im Internet geht es um den Preis des Datenschutzes. Im Retail um den Verkaufspreis, den Einkaufspreis oder dessen Bedingungen unter welchen Produkte hergestellt werden (eine sehr ethische Frage, die mehr und mehr an Gewicht bekommen wird) und und und.

Das Geschäftsmodell „Zahl dafür!“

Wenn Vergleichsportale, Suchdienste oder soziale Netzwerke nicht mehr in der Lage sind (per Gesetzt, wenn es nach den Datenschützern geht) Personendaten zu sammeln und intelligent zu verwenden (wir sprechen hier nicht von Datenverkauf, sondern deren intelligente Nutzung für Werbezwecke), dann gibt es fortan eine Zweiklassengesellschaft von Internetnutzern.

  • Somit sagt man dem Nutzer in Zukunft in Modell A) „Lieber Kunde, wenn du Google verwenden willst, dann sag uns wer du bist und lass uns mit deinen Daten arbeiten“.
  • oder Modell B) „Lieber Kunde, die Suchfunktion, welche du bedienen möchtest hat uns die letzten 10 Jahre 2 Milliarden Dollar gekostet. Damit wir dir diesen Service weiterhin anbieten können kannst du einige der folgenden Optionen auswählen:
    • 1 Tagespass für 3 CHF
    • 3 Tagespass für 11.35 CHF
    • 1 Monatspass für 125 CHF
    • 1 Jahrespass für 1250 CHF
    • Wenn dir das nicht passt, geh zu Yahoo! oder Bing 🙂 Randnotitz: die machen das übrigens nicht anders *smile

Nicht immer die Preisschiene

Es ist an der Zeit den Discountern und Rabatthaien den Kampf anzusagen und wieder etwas für guten Service, hohe Qualität zu verlangen. Wo rennen wir denn hin, wenn wir immer alles nur mal schnell „gratis“ haben wollen. Muss zum Schluss die Migros und der Coop dir 100 Franken bezahlen, damit du die Ware – welche schon kostenlos sein würde – konsumierst? Das ist eine Spirale die keinen Sinn macht. Ob das jetzt nun mit realen Produkten oder Dienstleistungen zu tun hat. Alles hat seinen Preis und es gibt nun einmal nichts gratis auf dieser Welt. Hört also endlich mal auf mit diesen elenden „Geiz-ist-Geil“-Angeboten. Die zerstören mehr, als sie helfen – langfristig gesehen.

Umdenken

Es geht also darum, ob man Selbstverantwortung und gesunden Menschenverstand hat oder nicht. Mein Appell an all diese Datenschutznörgler und Winkeladvokaten ist: „versucht doch heute bitte mal einen Tag ohne Google auszukommen, dann sehen wir weiter“. Google ist überall drin und bietet im Tausch für deine Daten einen „kostenlosen“ Service. Der Preis ist deine Persönlichkeit – nicht deine Seele! Du musst dann aber nicht nörgeln, wenn Google & Co den Spiess umdreht und dich zur Kasse bittet für einen Service der jahrelang kostenlos war und jetzt plötzlich im Monat 125 Franken kostet.

Jeder Mensch, der das Internet verwendet, sollte sich im Klaren sein – und wenn er/sie es nicht ist, dann muss man sich eben informieren! – was man preisgeben will und was nicht. Heisst also, von klein auf müsste man heutzutage informieren wie mit dem Internet umgegangen werden soll. Man könnte sagen, es ist eine Art Integration. Das soll jetzt nicht zu einer Angstmacherei-Aktion werden, nein, ABER wir müssen endlich wieder lernen unser Hirn einzuschalten und zuerst nachzudenken bevor wir etwas tun. Wie einst ein Dozent sagte „man muss langsam sein, um schnell zu sein!“.

In diesem Sinne, einen schönen Tag und „happy Posting, Surfing, Using, Consuming you service-for-free-people“ 🙂

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SEO

Google Data Highlighter

Habt ihr schon vom Google Data Highlighter in Google Webmastertools gehört? das ist echt eine coole Geschichte. Ich habe mir mal etwas zusammen gebastelt. Primär ist es für Events gedacht. Also alle die noch verfügbare Tickets für Konzerte, Openairs (St. Gallen ist schon ausverkauft, die müssen dieses Tool also nicht mehr einsetzen), Opern oder sonstige Events herumliegen haben, sollten sich dem Data Highlighter bedienen.

1. Schritt – URL der Detailseite eingeben

Detaillandingpage in das Feld eintragen
Mit dem Data Highlighter lassen sich ähnliche Bereiche einer Webseite (in der selben Kategorie) zusammen fassen und entsprechend taggen ohne, dass ein Snipped installiert werden muss.

2. Schritt – Seite Taggen

Data Highlighter - Tagge die verschiedenen Felder
im 2. Schritt müssen die Felder (im Ideallfall alle) mit Inhalt befüllt werden, welcher auf der Landingpage zu finden ist.

3. Schritt – Setname bestimmen und ähnliche Seiten selektieren

Data Highlighter - Name für das Set bestimmen
Anschliessend gibt man dem Set einen Namen und fasst damit die ähnlichen Inhalte zu einem Ganzen zusammen.

4. Schritt – Ähnliche Seiten mit Vorlage überprüfen

Data Highligher - Überprüfen
Überprüfen Sie jetzt die Vorschläge von Data Highligher mit dem erfassten Template. Es können Inhalte entfernt werden, wenn bspw. eine Kategorie statt einer Detail-Landingpage in das Set gerutscht ist.

5. Schritt – Veröffentlichen

Data Highlighter - Publizieren
Anschliessend klickt man auf Publizieren und veröffentlicht damit das Set für die Indexierung in den Suchresultaten.

6. Schritt – Sets verwalten

Data Highlighter - Liste der erfassten Sets
In der Übersicht finden sich alle erfassten Sets.

Hier noch das Introvideo von Google Webmastertools.

Ich wünsche viel Spass beim Highlighten und Taggen. Mal sehen was das für eine Auswirkung auf die Suchergebnisse haben wird.

Wenn ihr diesen Inhalt cool findet – teil ihn doch mit den Buttons unten rechts.Thanks.

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SEM

Hände weg vom Autobidding bei Adwords

Google hat vor einigen Monaten das Autobidding für Adwords lanciert. Anlässlich dieser Funktionalität, wollte ich genauer untersuchen was das heisst und wie es genau funktioniert. Ich habe also 4 Kampagnen in den Test einbezogen und vorneweg meine Einschätzung abgegeben.

Mein Einschätzung vor Kampagnenstart dazu:

Google versucht damit, die Gebotspreise für Anzeigen weiter in die Höhe zu treiben und so mehr Umsatz zu generieren. Doch lassen wir doch die Ergebnisse für sich sprechen.

Über 4 Wochen hat getAbstract das Autobidding von Google Adwords mit vier Kampagnen getestet. Darunter waren Brand Kampagnen, Generische Kampagnen und Longtail Kampagnen. Das Ergebnis ist vernichtend, logisch und passt zu meiner Einschätzung vor der Kampagne.

Google Adwords Autobidding hat einen negativen Effekt auf die ganze KampagneDie Kosten haben sich vom Juli auf August um rund Faktor 31 erhöht. Dabei konnten über alle Kampagnen hinweg die Konversionen lediglich verdoppelt werden. Die Kosten pro Bestellung sind um den Faktor 269 in die Höhe geschossen. Logischerweise haben sich dadurch die Impressions vervielfacht – genauer gesagt verzehnfacht. Die Klicks sind allerdings nur um den Faktor 3 gestiegen. Die daraus resultierte Klickrate ist somit in den Keller gerutscht und hat unseren Qualityscore arg beschädigt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wer erfolgreich, effizient und optimal mit Google Adwords werben will, der sollte auf den Faktor Mensch statt Maschine setzen. Klar die Kosten für einen Mitarbeiter oder eine Agentur sind auch nicht zu vernachlässigen, dafür hat man die Kosten stehts im Griff und erzielt bessere Ergebnisse.

Was sind deine Erfahrungen mit Google Adwords Autobidding?

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Optimierung

Mehr Umsatz dank genauer Analyse

Google bietet mit Analytics eine Menge Informationen und Möglichkeiten die eigene Webseite und deren darauf stattfindenden Aktivitäten besser zu verstehen. Eine Funktion, die ziemlich neu ist ist jene der Multi-Channel Funnel Analyse. Hier gibt es diverse Möglichkeiten die eigene Webseite besser zu verstehen und mehr Umsatz zu erwirtschaften.

Schaut euch untenstehendes Video an und versucht dies auf eure Webseite anzuwenden. Speziell für eCommerce-Webseiten ist dieses Webinar von grossem Wert. Es geht darum nicht nur kosten- bzw. umsatzorientiert zu denken, sondern dies an der richtigen Stelle zu mini- oder maximieren. Eine Kennzahl, die es mir speziell angetan hat ist die Time Lag Analyse. Hier kann man verschiedene Traffikquellen miteinander vergleichen und ansehen, wie lange es dauert bis Umsatz generiert wird. Genauer gesagt bedeutet das, wieviele Seiten ein Besucher sich ansieht, bis er/sie Umsatz generiert oder lediglich Kosten verursacht. Es kann also sein, dass viele Kunden erst auf der 2. oder 3. Seite kaufen. In gewissen Fällen ist dann dafür der Umsatz wesentlich höher.

Viel Spielraum dank genauem Targeting

Es muss nichts schlechtes heissen, wenn ein Kunde nicht gleich beim ersten Pageview etwas kauft. Vielleicht kauft dieser ja erst beim dritten Pageview, dafür gleich viermal so viel. Hier bietet sich viel Potential. Ich könnte mir also überlegen, gezieltere Produkte beim 2. oder 3. Pageview anzuzeigen, welche die Conversion a) auslösen und b) steigern.

Ebenfalls interessant sind die Möglichkeiten der Last bzw. First Interaction Analysis. Hier sieht man genau, welche Marketingmassnahme Ursache für die Aufmerksamkeit bzw. die Konversion war oder diese unterstützt hat.

Probiert es einfach mal aus und Ihr werdet eure Kunden besser verstehen, mehr Umsatz erzielen und eure Margen mit grösster Wahrscheinlichkeit maximieren.

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SEO

Google versteckt zunehmend die Traffic Quelle

Ich beobachte seit einiger Zeit den Traffic den mir Google nicht anzeigt in Google Analytics. Natürlich kennen wir alle den Bereich in Google Analytics not set. Vergleicht man den Traffic dieses Bereiches mit dem Vorjahr ist dieser auch extrem angewachsen. Not set bedeutet, dass nach keinem Begriff gesucht und trotzdem ein Weg zur Webseite gefunden wurde.

(Not set) Traffic (Quelle Google Analytics, May 2012)
(Not set) Traffic (Quelle Google Analytics, May 2012)

So weit so gut. Ein Bereich für versteckten Traffic kann ich ja noch akzeptieren, wenn man bedenkt wieviele Daten Google doch verarbeiten muss. Doch seit Januar gibt es noch einen zweiten Bereich not provided, welcher privaten Traffic aufweist.

(not provided) Traffic from Google
(not provided) Traffic from Google

Aber warum kann man da nicht einfach einen Pool aus not provided und not set machen?

Das ist einfach. Not Provided entsteht aus Suchresultaten, welche von User generiert werden, die gerade mit eine Google Konto eingeloggt sind, jedoch in den persönlichen Einstellungen definiert haben, die persönlichen Suchdaten nicht von Google verwenden zu lassen oder weiterzuverarbeiten. Mehr Infos gibts auf webanalysis.blogspot.com.

Das Hauptproblem kommt jetzt aber. Mittlerweile legt sich jeder einen Google Account zu und zunehmende Datenschutzrichtlinien sind ebenfalls Gift für jeden Marketer. Heisst also, dass wir dafür sorgen müssen, dass weiterhin keine solche Einstellungen vorgenommen werden, damit wir auch weiterhin Zugriff auf korrekte und valide Daten haben. Die Keyword-Analyse könnte so wohl wieder zur Glaskugel oder zum Wetterreport werden. Die wirklichen Keywords findet man so wohl nur noch schwer und es macht einem das Leben nicht gerade einfacher.

Google + Anmeldungen

 

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News

Google lässt jetzt spielen mit Google Play

Google forciert die Game-Sparte mehr und mehr. Es wird versucht, die User noch mehr an Google zu binden und auf Google Diensten zu behalten. Mit Google Play und dessen neuem Tab in der Navigationsleiste (siehe Bild) wird das wohl auch gelingen. Beliebte Spiele wie Angry Birds sind darin prominent eingebunden und animieren den User zum Verweilen.

Dann mal frohes Spielen

Google Play Tab
Google Play Tab - Frohes Spielen
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Online

Was Google nicht weiss, macht Google doch heiss…

Es ist ja immer wieder spannend was man über sich selbst im Internet findet. ich habe mal bei meinem Google Account nachgekuckt was da so drin steht und war überrascht wie lange die Liste meiner Infos schon ist. Besserung ist nicht in Sicht. Denn mit der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung von Diensten, Vereinheitlichen und Vereinfachen der Logins (One-Login Prinzipt) gelingt es dem Datenfresser Google immer mehr in mein Onlineverhalten Einblick zu nehmen.

Ob mir das egal ist?

Na klar. Schliesslich bin ich mir ja auch bewusst was Google mit den Daten tut. Mich gezielt mit Werbung bombardieren und mich mehr und mehr annimieren noch mehr mit Google zu surfen, natürlich ständig eingeloggt zu bleiben – egal welche Seite ich besuche und und und.

Neben den zahlreichen Diensten, welche ich von Google in Anspruch nehme bis hin zu meinem kürzlichen Surfverhalten und und und. ja dann pass mal lieber auf was du ins Netz stellst und wo du dich herumtummelst. 🙂

Google weiss eine Menge über mich
Google weiss eine Menge über mich