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Wer hat Angst vorm sichtbaren Bereich?

Hier mal wieder eine Interessante Geschichte einer Conversion Gurus. Für mich einer der besten Conversion Blogs den es derzeit zu lesen gibt.

Quellehttp://www.conversiondoktor.de/shop-optimierung/wer-hat-angst-vorm-sichtbaren-bereich/

Eines meiner Lieblingsthemen bei der Optimierung von Landingpages und Co ist der Viewport (sichtbarer Bereich). Kaum eine Optimierung ist einfacher als diese. Man verschiebt einfach die wichtigsten Klickziele, Aussagen und anderen conversion relevanten Elemente “above the fold” und schon scheint auch die Conversion Rate mit nach oben zu wandern.

Klingt einfach, aber geht tatsächlich so einfach! Über das Scroll-Verhalten von Nutzern urteilt der Usability Papst Jakob Nielsen sehr hart:

„Benutzer sind faul und dumm. Diesen Schluss können wir daraus ziehen, dass sie noch nicht einmal das Mausrad zum Scrollen bemühen.“ (Quelle: Nielsen/Loranger, Web Usability, Seite 43). Dieses Urteil hat er später revidiert.

Wo der sichtbare Bereich tatsächlich liegt und wie man die Nutzer zum Schollen bekommt, ist dabei eigentlich sehr einfach ;-)

Warum ist der sichtbare Bereich so wichtig?

Eine Studie von Jakob Nielsen aus dem Jahr 2010 zeigt, wie lange Nutzer im sichtbaren Bereich einer Website verweilen. In der Summe verweilen die Nutzer 80% ihrer Zeit above the fold. Daraus kann man ableiten, dass man sich bei der Konzeption von Websites oder Landinpages auch darauf konzentrieren sollte, wichtige Informationen hier abzubilden.

Aufenthaltsdauer auf Webseiten von oben nach unten

Bildquelle: www.useit.com – Srolling and Attention

 

Im Falle von Landingpages ist der sichtbare Bereich essentiell. Besucher, die über ein Werbemittel auf die Landingpage kommen, sind auf der Suche nach Gründen, dort zu bleiben. Dies geschieht in der Regel in Bruchteilen von Sekunden. Wenn die wichtigsten, relevantesten und überzeugendsten Informationen nicht im sichtbaren Bereich abgebildet sind, kann dies schnell zum Verlassen der Landingpage führen. Wie die Bounce Rate von der Bildschirmauflösung abhängt und wie man dies im Webanalyse Tool berechnen habe ich auch schon als Blogartikel verfasst → Bounce Rate nach Bildschirmauflösung.

Wo liegt der sichtbare Bereich?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Der Viewport hängt nicht allein von der Bildschirm-Diagonale des Nutzers ab. Viele Nutzer stellen ihren 24″ LCD auf 1.024×768 ein, da es sich so “schön lesen lässt”. Zum anderen gibt es dutzende Browser-Erweiterungen und Plugins, die sich noch ein gehörige Portion Pixel einverleiben. Wenn mich jetzt aber jemand doch festnageln will, so sei gesagt: Eine Breite von 1.024 Pixel sind kein Problem, bei der Höhe sollte man bei der Optimierung auf 600-768 Pixel optimieren. Wo der Bereich allerdings genau endet, sollte vor einer Optimierung oder Konzeption analysiert werden.

Variante 1 – Webanalyse

Für den ersten Eindruck reicht ein Blick in das Webanalyse Tool, das einem die häufigsten Bildschirmauflösungen seiner Besucher auflistet (Anleitung hier im Blog → Wichtige Bildschirmauflösungen).

Variante 2 – Mouse Tracking

Eine zweite und viele genauere Möglichkeit, bieten Mouse Tracking Tools.

Bei Clicktale kann man sich zum Beispiel wunderbar einen Report über die “Scroll Reach” ausgeben lassen. Hier sieht man ganz genau, wo der sichtbare Bereich für einen Großteil meiner Besucher endet. Und man sieht auch, wie viel Prozent der Besucher bis zu einem bestimmten Bereich runter scrollen. Aus diesem Report erhält man zumindest ein paar echte Zahlen und muss nicht mehr schätzen.

Scroll Reach bei Clicktale

Sch*** auf den sichtbaren Bereich!

Wo der sichtbare Bereich endet, muss nicht zwangsläufig auch das Interesse der Nutzer enden! Es gibt noch ein Leben “unter den 600 Pixeln”. Die Art und Weise wie man mit dem sichtbaren Bereich umgeht, entscheidet über Scrollen oder Nicht-Scrollen. Da dieser Aspekt aber so unwichtig scheint, wird er häufig bei der Konzeption von Shops, Websites oder Landingpages vergessen.

Hier ein paar schöne Beispiele, wie man die Nutzer doch zum Scrollen bekommt.

Life Below 600px

→ http://iampaddy.com/lifebelow600/

Mademyday

→ http://www.mademyday.de/niemand-scrollt-auf-webseiten.html

 

Kann man das auch für E-Commerce adaptieren? Jup!

Ein Hinweis der Kollegen aus dem explido Conversion Team brachte mich auf die Website von Tchibo. Zugegebenermaßen tummel ich mich hier nicht so häufig rum, aber dieses Mal gab es wirklich etwas zu gucken (und das natürlich nur aus Conversion Sicht ;-) )

Der nachfolgende Screenshot zeigt die Startseite von thichbo bei einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixel.

Man erkennt neben dem schönen Bild im Content-Bereich sofort, dass dieses so gut abgeschnitten dargestellt wird, dass man automatisch anfängt zu scrollen.

Sobald der Nutzer das Scrollrad benutzt, erscheint im rechten Seitenbereich eine Vorschauleiste mit der kompletten Website und der aktuellen Position.

Die rechte Vorschau-Leiste kann auch als Navigation verwendet werden. Mit der Maus kann man den eingerahmten Bereich (die aktuelle Position) verschieben und so die komplette Seite im Schnelldurchlauf überfliegen. Diese Art der Navigation lädt auf jeden Fall zum Stöbern ein und man schafft es, den Nutzer mit einer sehr sehr langen Seite nicht zu verprellen.

Einfach mal auf http://www.tchibo.de vorbeisurfen und ausprobieren – ein tolles Navigationskonzept, zeigt es doch, dass der richtige Umgang mit dem sichtbaren Bereich den Nutzer zum Stöbern bringt. Und dies wurde ausgelöst durch ein Bild, das nicht komplett angezeigt wurde!

UPDATE

Eine Anmerkung zur Optimierung dieses Navigationskonzepts:

Einen Button oder Textlich “nach oben” gibt es schon (Danke an Anja via Blog-Kommentar). Dieser Hinweis fällt aus meiner Sicht leider nicht so richtig auf. D.h. Nutzer, die nach oben zurück wollen, müssen das Maus-Rad zum Glühen bringen. Ich bezweifle, dass viele Nutzer über die Vorschau-Leiste im rechten Bereich navigieren.

Was haben wir daraus gelernt?

Der sichtbare Bereich ist nach wie vor wichtig. Aber es gibt eben nicht mehr diesen “Einen” sichtbaren Bereich. Mouse Tracking Tools können uns auf einfache Art und Weise zeigen, wo dieser Bereich bei meinen Besuchern genau liegt. Tests mit unterschiedlichen Elementen im sichtbaren Bereich lohnen auf jeden Fall immer und sorgen auch jedes Mal wieder für große Überraschung.

Den Content von Landingpages sollte man auf jeden Fall priorisieren – und anschließend neu verteilen. A/B Tests haben uns schon öfter gezeigt, wie sich der Umsatz verändern kann, wenn man die richtigen Kategorien in den sichtbaren Bereich verschiebt. Wenn Sie den Nutzer zum Scrollen bringen möchten, dann sollten Bild nicht exakt VOR dem sichtbaren Bereich enden, sondern mittendrin. Dies weckt die Neugier, wie es wohl weitergeht!

Viel Spaß beim Optimieren!

PS: Die aktuelle Themenwelt von tchibo hat uns diesen Text sehr dezent versüßt ;-)

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12 SEO Must Do’s

Teil 1: Fünf Tipps für mehr Inhalte:

  1. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, über Entwicklungen und Ereignisse in Ihrer Branche zu schreiben und veröffentlichen Sie diese Artikel auf Ihrer Website.
  2. Wählen Sie einen Mitarbeiter oder ein Team aus, das über den Unternehmensalltag bloggt und dabei den einen oder anderen Blick hinter die Kulissen gewährt.
  3. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter auf Messen und Konferenzen sprechen und stellen Sie die Präsentationen anschließend auf Sharing-Plattformen für Dokumente wie Slideshare oder Scribd ein.
  4. Halten Sie Ihre Mitarbeiter dazu an, gezielt nach unternehmenseigenen Materialien zu suchen, zum Beispiel eine Broschüre, die bislang noch nicht digitalisiert wurde. Diese lassen sich mit geringem Aufwand als Inhalte für die Website „recyceln“.
  5. Lassen Sie Experten Whitepaper oder Fachartikel verfassen, die für Ihre Zielgruppe einen Nutzwert haben. Anwendertipps, Marktforschung oder Analysen können Themen sein. Dieser hochwertige Content kann gleichzeitig auch für gute Links sorgen, wenn Interessierte auf das Whitepaper verlinken.

Teil 2: So kommen Sie an wertvolle Backlinks

Die folgenden sieben Tipps helfen Ihnen, Links von relevanten Webseiten im Internet auf ihre Onlinepräsenz zu bekommen:

  1. Ermutigen Sie Mitarbeiter dazu, die Unternehmenswebsite auf Business-Netzwerken wie Xing und LinkedIn anzugeben und das Profil für Suchmaschinen zugänglich zu machen. Dies hat zwar keine direkte Verbesserung Ihres Rankings zur Folge, die Backlinks (von Xing, LinkedIn etc.) führen aber langfristig gesehen zu einer besseren Bewertung bei Google.
  2. Versuchen Sie, Ihre Mitarbeiter dazu zu motivieren, sich in thematisch zum Unternehmen passenden Foren und Blogs zu beteiligen und darin sinnvolle Links zu Ihrer Website zu posten.
  3. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter, neue Inhalte der Unternehmenswebsite bei Facebook, Twitter und Co. ihrem Netzwerk zu empfehlen und bei Social-Bookmarking-Diensten hinzuzufügen.
  4. Bitten Sie Lieferanten und Kunden, Links auf Ihre Website zu setzen. Bieten Sie im Gegenzug einen Link von Ihrer Website an.
  5. Bitten Sie Freunde von Mitarbeitern mit einer eigenen Website um einen Link auf Ihre Unternehmenswebsite und bieten Sie dafür etwas anderes an.
  6. Unterstützen Sie Vereine oder sozialen Einrichtungen, für die sich Ihre Mitarbeiter engagieren und bitten Sie als Gegenleistung um einen Link von der Website des Vereins oder der Organisation.
  7. Identifizieren Sie die wichtigsten Onlinemedien, Portale und Blogs für Ihre Branche und suchen Sie dort gezielt nach Linkmöglichkeiten, beispielsweise über Gastbeiträge oder Interviews.

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